Diskus Haltung im Aquarium wie in der Natur 18.05.2011 00:10

Diskus-Haltung im Aquarium wie in der Natur.




Der Diskus ist der schönste Aquarienfisch überhaupt, was natürlich Geschmackssache ist und entzückt durch seine Eleganz und majestätische Haltung jeden Betrachter eines Diskus Aquariums.

Kein Wunder, dass sich dieser Fisch besonderer Beliebtheit erfreut und der Traum  eines nahezu jeden Aquarianers ist.
Allerdings setzt die Haltung dieses Fisches auch entsprechend große Aquarien voraus und etwas Wissen zu dem richtigen Umgang mit dieser aquaristischen Mimose.

Trotzdem ist der Diskus kein Problemfisch und auch nicht anfällig, wenn dieser richtig gehalten und gepflegt wird.
Dazu gehört auf jeden Fall das richtige Wasser mit niedrigem pH Wert weil die Haltung dieses Fisches in Leitungswasser widernatürlich ist und den Fisch, wie alle Weichwasserfische in hartem Wasser stresst und belastet.

Ein Hoch auf die Züchter die Diskus in Weichwasser züchten und diese dann angeblich an Leitungswasser gewöhnen, denn kein Fisch kann sich an das falsche Wasser gewöhnen weil seine körperlichen Funktionen dafür nicht geeignet sind.
Setzen Sie mal einen Malawi Barsch in saures Wasser wo dieser sofort die Augen verdreht während der Diskus sich lange in alkalischem Wasser quälen kann.

Hierüber aber mehr zu dem Thema Osmosesystem der Fische und hier nur kurz erwähnt, dass Weichwasserfische im Körper einen höheren osmotischen Druck als den des sie umgebenden Wassers haben.
Der Fisch muss mehr Wasser aufnehmen um den Druck aus zu gleichen.
Siehe dazu Osmoseregulation bei Wikipedia:

Mit vermehrter Wasseraufnahme durch das falsche Wasser gelangen auch mehr Salze in seinen Körper die dieser wieder abscheiden muss.
Dies geschieht vorwiegend über seine Nieren die dabei erheblich belastet und geschädigt werden. Die Quittung sind dann Anfälligkeit gegen Krankheiten und im schlimmsten Fall sogar oft ein plötzlicher und anscheinend unerklärlicher Tod.

Was will man diesem herrlichen Fisch noch alles an tun???



Im Interesse des Diskus und aller Weichwasserfische muss ich hier nun mal wirklich Tacheles reden und zum nachdenken, sowie hoffentlich zum umdenken anregen.

 

 

Hier möchte ich eine Lanze für meiner Meinung nach gequälte Fische brechen die bei Temperaturen von 28 und mehr Grad widernatürlich und krankmachend gehalten werden.
 
Besonders Diskus, Skalare, andere Salmler, Zwergbuntbarsche und weitere mit diesen gehaltene Zwangsbewohner, sowie tropische Pflanzen in solchen Aquarien sind davon betroffen.

Zwangsläufig auch oft von einer höheren Keimdichte, durch häufigere und aufwendigere Fütterung z. B. bei Diskus bedingt.
Hier nochmals kurz zu dem Keimdruck und Reduzierung dessen in Bezug auf das Bio EM Plus.

Einige Diskushalter die uns schrieben, dass Ihre Diskus sie nahezu nach der EM Zugabe angelacht haben, vitaler und fresslustiger waren sind keine Spinner, sowenig wie wir Esotheriker sind als welche wir vor Jahren mit EM Veröffentlichung hingestellt wurden.

Tatsache ist, dass u. a. Milchsäurebakterien den Keimdruck drastisch reduzieren und einer unserer Koi Kunden sendete mir diesbezüglich den Bericht von teutokoi.de zu.

Besonders interessant ist das Ergebnis der mikrobiologischen Untersuchung dazu:

Aber weiter mit der Temperatur, denn ich bin auch froh wenn ich diesen ineinander greifenden  Artikel fertig habe.

Auf Grund dieses Artikels gab es unzählige Anfragen, gerade von Diskus-Haltern und Infrage-Stellung von Verfechtern der hohen Temperatur bis zu 33 Grad.
Darum wird dieser Artikel Heute, am 24.01.2015 ergänzt um alle Diskussion zu beenden.


Was wissen wir eigentlich über die Heimat der Diskus, dem Amazonasgebiet?

Wo entspringt der Amazonas und wohin fließt dieser?

Der Amazonas entspringt  in den peruanischen Anden in einer Höhe von über 5000 Metern mit entsprechend eisigen Temperaturen von bis minus 20 Grad.

Selbst im Sommer herrschen hier noch geringe Minusgrade die trotzdem immense Mengen Schmelzwasser nicht verhindern.

Der Amazonas mündet in den atlantischen Ozean und befördert unvorstellbare Wassermassen in diesen.
Zigtausend Flüsse münden in den Amazonas und machen diesen zu dem gigantischen Strom, einem der größten Flüsse der Erde.

Der Amazonas wird von dem  Äquator durchzogen und es herrscht hier eine durchschnittliche Tagestemperatur von 27 Grad die nachts selten unter 20 Grad abfällt.
Also eine gewaltige Differenztemperatur die natürlich auch die Wassertemperatur beeinflusst.

Ein übriges tun Regenfälle die durchaus heftig in unseren Wintermonaten sein können. Zudem wird das Klima und die Wassertemperaturen noch durch kühle Luft von der Antarktis beeinflusst.

Eine Wassertemperatur von 22 Grad ist im Amazonas keine Seltenheit, besonders nach Regenfällen.
Ein Mittel zwischen 25 und 27 Grad in den Biotoben, also seeartigen Ausläufern der Nebenflüsse, den hauptsächlichen Fanggebieten unserer Zierfische ist über den größten Teil des Jahres die Regel.
Extrem höhere Temperaturen bis 31 Grad findet man nur kurzzeitig in der Trockenperiode wenn Biotobe beginnen aus zu trocknen.

Mit Veröffentlichung des Tipps der Differenztemperatur, besonders in Bezug auf Diskushaltung ging ein empörter Aufschrei durch einige Foren in denen man Heute noch nachlesen kann was man uns dafür alles vor geworfen hat.
Inzwischen gibt es auch einige und immer mehr positiv dafür sprechende Stimmen von Aquarianern die es ausprobiert haben und aus gutem Grund dabei geblieben sind.
Siehe:
http://www.einrichtungsbeispiele.de/forum/differenztemperatur%3F_boid6113.html

Vielen ist es gelungen gesunde und kräftige Diskus Nachzuchten bei einer Temperatur von 26 Grad im  Diskus-Pflanzenbecken zu erhalten.
Ganz ohne Mast der Jungfische und ohne Chemie, sondern nur mit dem richtigen Wasser mit geringem osmotischen Druck und Keimfreiheit durch Vollentsalzung und indirektem Wasserwechsel.

Lesen Sie dazu die E-Mail einer Kundin am Ende des Berichtes.

Nein, ich möchte keinen Reisebericht schreiben sondern Ihnen nur verdeutlichen, dass der Diskus und andere tropische Fische in Ihrer Heimat nicht ständigen 30 Grad oder höherer Wassertemperatur ausgesetzt sein können.

Der Amazonas wird auch nicht ständig von der Sonne bestrahlt sondern in den Wäldern wird durch die hohen Bäume und das viele Laub dieser kein Sonnenstrahl herunter gelassen.
Nach meiner Recherche sind Fanggebiete der Diskus auch nicht solche die direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Ich kann nur recherchieren und leider nicht dorthin reisen, aber wenn ich recherchiere und etwas publiziere dann mache ich es richtig und gebe keine Phrasen wider den normalen Menschenverstand, die Physik und die Naturgesetze wieder.

Bis jetzt ist jedenfalls noch nichts darüber bekannt, dass der Amazonas auch von heißen Geysiren gespeist wird.

Zu Ihrem Verständnis hier der Verweis zu den oben gemachten Ausführungen die klimatischen Bedingungen betreffend.

Hier finden Sie zwei Klimatabellen die auch interessant sind:

Wir haben einen Diskuszüchter in der Region der mit vermeintlich sterilen Zuchtwürfeln, ohne jeglichen Inhalt oft seine gesamte Brut verlor.
Obwohl er dreimal täglich Futterreste und Fischausscheidungen absaugte, weil er immerhin anständigerweise auf Chemieeinsatz verzichtete.

Mit einmal täglichem indirekten Wasserwechsel, Temperatur von 27 Grad und anschliessender EM Zugabe hatte er nur noch minimale und natürliche Ausfälle seiner Nachzuchten und kaum noch Probleme mit Flagellaten und anderen Krankheiten im gesamten Bestand.

Mehrmals in der Woche erreichen uns Hilferufe wegen Fischkrankheiten und sehr oft sind auch Diskus betroffen für die meist, wie auch für andere betroffene Fische jede Hilfe zu spät kommt.

Warum?

Eindeutig wegen zu hoher Wassertemperatur in den Aquarien, zumindest in Diskus-Aquarien mit Temperaturen über 28 Grad.

Die häufigsten Fischkrankheiten sind Ichthyophtirius multifiliis, die gefürchtete Weißpünktchenkrankheit und die Columnaris Krankeit, die oft fälschlicherweise für einen Pilz gehalten wird.
Es handelt sich dabei aber um Bakterien welche sehr häufig Lebendgebährende wie Molly, Guppy, Platy und Schwertträger befallen.
Aber auch andere Fische wie Diskus, Neons und Welse werden davon nicht verschont, die zusammen oft in Gesellschafts-Aquarien gehalten werden.

Als Ursachen für Columnaris wird oft Überbesatz,und schlechte Wasserqualität verantwortlich gemacht.
Dies ist sicher nicht falsch, denn die Haltungsbedingungen spielen eine wichtige Rolle und sollten von der Wasserqualität den natürlichen Bedürfnissen der Fische, dem Leitungswasser in den seltensten Fällen entspricht, angepasst sein.

Falsche Haltungsbedingungen schwächen auch das Immunsystem der Fische, nochmals der Hinweis auf auf widernatürliche KH, GH, pH Werte und dies ist auch ein gewchtiger Faktor, durch nicht intakte Immunabwehr für die Entstehung  von Columnaris.

Der Diskus ist davon sehr häufig betroffen, denn dass das Immunsystem der Diskus und aller mit diesen zwangsvergesellschaftenden Fische ständig geschwächt ist sollte jedem einleuchten der diesen Beitrag liest.

Einen Stoffwechsel der ständig auf Hochtouren läuft schädigt jeden Organismus, ob Mensch, Pflanze oder Tier und genau das passiert im Diskus Aquarium mit Temperaturen über 28 Grad auf Dauer, mit entsprechender Schwächung des Immunsystems.

In der Nacht sollte der Stoffwechsel auf Sparflamme ablaufen, denn hier soll sich die Körpertemparatur verringern, der Blutdruck ab sinken, die Atem und Herzfrequenz vermindern und die Regeneration des Körpers beginnen.

In der Erholungsphase findet die Zellteilung, Reparatur und Entsorgung von Zellen, zigmal schneller statt als am Tage.
Der Darm, der über 70% des Immunsystems beeinflusst regeneriert sich in der Nacht, die Leber braucht diese Zeit um sich zu entgiften und die Nieren werden auf Sparflamme gesetzt.

Wie ergeht es dem Diskus und seinen Mitgefangenen in der Nacht?
Von herunter gefahrenen Stoffwechsel-Funktionen kann bei ständigen hohen Temperaturen keine Rede mehr sein und von einem funktionierenden Immunsystem erst recht nicht.

Darmprobleme und Columnaris sind bei Diskus doch schon die Regel, denn die ideale Wassertemperatur für Columnaris liegt zwischen 28 und 30 Grad.
Je höher, desto besser für den Erreger und liest man dann Behandlungs-Ratschläge von Experten die Temperatur auf 33 oder gar 36 Grad zu erhöhen, dann kann man nur noch den Kopf schütteln.
Dadurch vermehren siich die Erreger noch rascher, der Sauerstoff wird knapper und der Stoffwechsel kollabiert.
Abgesehen davon, dass die nitrifizierenden Bakterien dadurch schwer beeinträchtigt werden.

In der Vergangenheit gab es viele Versuche die belegen, dass die Lebenserwartung von Diskus, in 2 Becken unter gleichen Bedingungen um bis zu 1/3 höher war.
Bei ständiger Temperatur von 30 Grad wurden die Diskus 7 bis 8 Jahre alt.
Bei ständiger Temperatur von 27 Grad lebten die Tiere 11 bis 12 Jahre.

Nachzuchten bei 27 Grad waren auch bei vielen Haltern von Diskus kein Problem, denn nicht die Temperatur ist hier entscheidend, sondern alleine die Wasserqualität mit entsprechender Keimfreiheit durch tiefen pH und minimale KH,GH Werte

Herr Zanker machte den gleichen Versuch mit roten Neons in zwei Becken mit Temperaturen von 26 und 30 Grad.
Die Neons wurden bei ständigen 30 Grad gerade mal 3-4 Jahre alt und bei 26 Grad wurden diese Fischlein 5-6 Jahre alt.
Dieser hatte auch keine Probleme mit der Zucht bei nur 26 Grad.

Wir selbst haben in unserem Diskus-Becken den gleichen Bestand seit 10 Jahren mit Temperatur von 26-27 Grad und verfahren auch hier, wie in allen Aquarien mit Differenztemperatur die auch mal in der Nacht auf 25 Grad absinken kann.
Ohne dass die Tiere sich offenbar nicht wohl fühlten, was man bei dem Diskus ja sehr schnell und gut erkennen kann.

Für uns ist es eine Freude gesunde Diskus zu halten die Ihre Futtertablette zwischen den Fingern weg picken und auch ohne mit Futter zu locken kommen um sich mit den Fingern einfach nur streicheln zu lassen.

Diskus kann man nicht an Leitungswasser gewöhnen und wer sich Diskus kauft und lange Freude daran haben möchte, der sollte sich Tiere dort kaufen wo diese auch gehalten werden wie sie gezüchtet wurden, nämlich in Weichwasser.
Es ist paradox, wenn sich ein Dikus-Händler Gedanken darüber macht wie er die Lebenserwartung seiner an Leitungswasser gewöhnten Diskus von nur 7-8 Jahren verlängern kann.
Sich an das Tierschutzgesetz zu halten wäre hier schonmal eine Option.

Hauptursache bei Warmwasser-Fischen ist eine zu hohe Temperatur verbunden mit einer hohen Keimdichte (Überbesatz). Infektionen mit F. psychophrilum sind begünstigt durch Verletzungen des Epithel, hervorgerufen durch langfristigen Vitamin- oder Ernährungsmangel.
Physikalisch-chemisch bedingte Schäden, hervorgerufen durch hohe Ammoniakkonzentrationen, hoher pH-Wert und geringe Sauerstoffkonzentrationen sind ebenfalls als Auslöser der Krankheit möglich. Allgemein kann man einen Ausbruch der Krankheit mit schlechten Wasserbedingungen gleichsetzen.
Quelle;
http://de.wikipedia.org/wiki/Flavobacterium_psychrophilum

Kundenresonanz:

Hallo,

ich bin von Kati & Ani sehr begeistert.
Ich bin am Anfang meiner Diskus-Zucht.
Seit ca. einem ¾ Jahr besitze ich 6 Diskus wovon sich ein Pärchen schnell gefunden hat.
Sie haben auch schon mehrmals abgelaicht, aber nix draus geworden.
Am Tag als mir Kati & Ani geliefert wurde hatte mein Pärchen morgens erneut angelaicht.
Ich schloss sofort von Ihnen Kati & Ani ans Becken und siehe da, eine Woche später, also Heute schwimmen ca. 20 kleine Diskus umher.
Ich muss sagen, echt Klasse mit Kati & Ani.
Jetzt zu meiner Frage ----------------

Anmerkung:
Dies ist kein Einzelfall sondern es betrifft Hunderte vorher vergeblicher Zuchterfolge die möglich wurden weil der Keimdruck des Wassers gering war, sodass die Eier nicht verpilzten.
Zudem stimmte der erforderliche niedrige osmotische Druck des Wassers denn in den Fischeiern von Weichwasserfischen ist der osmotische Druck des Wassers wesentlich geringer als zum Beispiel im Fischkörper selbst.



Darum ist die Zucht des Diskus und vieler anderer Weichwasserfische in alkalischem Wasser unmöglich, auch wenn dies einige anders dar zu stellen versuchen.

 

 

D

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.