Filterung, aber richtig im Aquarium 18.05.2011 00:13

Diese Seite ist mit eine der wichtigsten die über Erfolg oder Nichterfolg in der Aquaristik entscheidend ist.

Eine der 4 Grundregeln, die stimmen müssen, ist die richtige Filterung, neben richtigem Wasser mit ausreichendem Sauerstoffgehalt und richtigem Bodengrund.

Zu entscheiden, was die richtige Filterung nun wirklich ist wird dem Aquarianer bei dem Überangebot von Filtermethoden und Filtermaterialien nicht leicht gemacht weil eine Werbung die andere übertrifft.

Ich will hier auch keine Filter schlecht machen denn ohne diese wäre die Aquaristik nur bedingt möglich. Ich möchte hier nur über Filterwirkung und Filtermedien aufklären, was längst überfällig in der sogenannten Fachliteratur ist.

Klar ist, dass Filterung sein muss, damit der Lebensraum Aquarium in sich funktionieren kann.
Im Filter sollen sich die Bakterien ansiedeln, die Fischausscheidungen, Futterreste, usw. zerlegen und durch Umwandlung in Mineralien entfernen.
Dadurch wird das Wasser gereinigt und dies funktioniert nur, wenn der Filter immer in Betrieb ist damit die Bakterien auch ständig neue Nahrung bekommen.
Noch viel wichtiger, dass diese auch Sauerstoff bekommen ohne welchen sie im Filter ersticken würden.

Genau hier liegt auch der springende Punkt für die richtige Filterung.
Obwohl dieses in den meisten Filtern bestehende Problem durchaus bekannt sein sollte wird es tot geschwiegen.
 
Mittlerweilen, seit Veröffentlichung unserer Zeolith Studien und Veröffentlichungen wurde das von vielen Fachleuten auch bestätigt.
 
An bekannten Filtern gibt es vier Arten.
Von Herstellern vertriebene Filter sind Innenfilter, Außenfilter und luftbetriebene Filter, die mit einer Membranpumpe, einem Förderrohr und einer Schaumstoffpatrone arbeiten.

Letztlich ist noch der Hamburger Mattenfilter zu erwähnen den auch wir über viele Jahre verwendeten weil wir ihn für die beste Filtermethode hielten bis wir unsere 1. Studie zur Filterung in Auftrag gaben.
Mattenfilter werden kaum im Handel angeboten und von Aquarianern meist selbst gebaut.

Hier wird eine Schaumstoffmatte über ein Eck oder eine Seite des Aquariums befestigt, hinter der eine Kreiselpumpe oder ein Luftheber das Wasser ansaugt, welches dann durch die Matte gezogen wird.
Geglaubter Vorteil dieser Filtermethode war eine vermeintlich große Besiedlungsfläche für nitrifizierende Bakterien.
Aber auch hier verstopft die Filtermatte recht schnell und bereits darin etablierte Bakterien ersticken jämmerlich.
Gleiches Problem, wie bei Innen und Außenfiltern also.

Allgemein sind die Empfehlungen der Hersteller und in der Literatur, dass ein Liter Filtervolumen für 100 Liter Wasser gegeben sein sollte – umso mehr, desto besser, was von dem Grundgedanken her auch richtig ist.
Die nächste Empfehlung dazu ist, dass der Wasserdurchlauf so langsam als möglich erfolgen sollte, was natürlich völlig richtig ist.

Bleiben wir bei den Filtern und kommen zu den besseren Wasserwälzern den Innenfiltern:
Wie kann es also sein, dass so ein Innenfilterchen mit z. B.150 ml Filtervolumen oder sogar weniger ein 60 Liter Aquarium noch, meist nur mit einem Schwämmchen bestückt, mechanisch und sogar vollbiologisch reinigen kann???
Gar nicht, ist hier die Antwort, denn es passiert folgendes:
Der frisch in Betrieb genommene Innenfilter arbeitet zunächst mechanisch und es siedeln sich mit Einlaufzeit des Beckens auch Bakterien in diesem an.
Mit Fischbesatz wird dann auch Verschmutzung von dem Innenfilter aufgenommen.
Diese setzt das Schaumgummichen dann in kürzester Zeit zu und der Filter müsste gereinigt werden.
Dabei weiß doch jeder Fachmann, dass eine vollbiologische Filterung nach
3 Monaten gerade beginnt.


Der unbedarfte Aquarianer glaubt aber, dass der Filter nicht gereinigt werden muss, solange dieser Wasser aus dem Auslauf bringt.

Dies ist ein folgenschwerer Irrtum der schon viele, viele  Fische das Leben kostete.
Darum, weil die Schaumstoffpatrone sich mit Schmutzteilchen zusetzt, die Bakterien darin keinen Sauerstoff mehr bekommen und ersticken.

Aber warum läuft dann der Filter überhaupt noch?
Dies ist genau das, was man Aquarianer wissen lassen sollte und was ich aquaristischen Ratgebern vermisse, nämlich das Wasser sich immer den Weg des geringsten Widerstandes sucht und der ist weit weg, von zugesetztem Filtermaterial.

In den meisten Innenfiltern ist dieses extrem, weil zwischen Filtermaterial und Filterwand keine Filtermasse ist. Hier wird das Wasser vom Filter angesaugt und oben wieder ausgeströmt ohne überhaupt Kontakt mit dem Filtermaterial zu bekommen.

Eine bessere Wasserumwälzung also, welche nicht die oben beschriebene wichtige Funktion eines Filters erfüllt.
Aber keine Sorge, Sie müssen Ihren Innenfilter nun nicht wegwerfen.
Um richtig filtern zu können haben wir die Lösung dafür die in Versuchen Standzeiten bei Innenfiltern mit allerbester Filterwirkung über Monate brachte.
Auch unsere Kunden bestätigen dieses begeistert - siehe Referenzen unten.

Nun zu den Außenfiltern mit denen es auch nicht wesentlich anders als bei Innenfiltern ist, wenn auch einige Zeit deutlich besser, aber allerdings ebenfalls nicht auf Langzeit.
Bei Außenfiltern stimmt wenigstens schon einmal das Filtervolumen, aber oft nicht die Leistung, die übrigens von der Literleistung bei allen Filtern oder Pumpen ohne Filterwiderstand, also ohne Filtermaterial welches die Leistung mindert angegeben sind.

Trotzdem sollte die Literleistung zu denken geben, wenn einmal empfohlen wird, dass der Wasserdurchlauf so langsam wie möglich erfolgen sollte und am Auslauf eine Fontäne entsteht.
Hier kommt das Argument, dass an Filter Absperrhähne gehören, was durchaus richtig ist, mit denen man die Leistung drosseln kann.

Das nächste Argument ist dann, dass eine große Filterleistung es möglich macht den Einlauf mit dem Vorteil zu drosseln, dass man noch Leistungskapazität hat indem man den Absperrhahn öffnet wenn die Filterleistung weniger wird.
Hier liegt aber auch der Irrtum, denn die Filterleistung wird nur langsam merklich weniger, auch wenn sich das Filtermaterial schon zugesetzt hat.
Es passiert das gleiche wie im Innenfilter, nämlich das sich das Wasser den Weg des geringsten Widerstandes sucht.
Das Wasser bildet Kanäle, entweder durch das Filtermaterial selbst oder aber am häufigsten ebenfalls an der Innenwand des Filters nach oben und bringt irgendwann auch nur noch Wasserumwälzung, aber keine Filterung mehr.
Aus diesen Gründen erlebten es einige Kunden, dass über Nacht das Nitrit himmelhoch anstieg und sie den gesamten Fischbesatz verloren obwohl Nitrit bis dahin nicht nachweisbar war.
 
Nicht anders ist es mit den Mattenfiltern, oder Schaumstoffpatronen.
Wasser sucht sich physikalisch bedingt den Weg des geringsten Widerstandes und es passiert das was auch in Innen und Außenfiltern passiert.

Hier sollten zwei Punkte dem Aquarianer zu denken geben:
1. Warum einige Hersteller teuere Vorfilter zu Ihren Außenfiltern anbieten.
Die Antwort können Sie sich selbst geben, einfach darum, weil sie die oben beschriebenen Probleme ganz genau kennen.

2. Es sollte Sie stutzig machen, wenn Sie jede Woche, oder alle 14 Tage Mulm absaugen müssen denn dann kann ja etwas mit der Filterung nicht stimmen.

Filtermedien sind das große Thema und auch das große Geschäft denn alle paar Monate kommt wieder ein Supersubstrat auf den Markt, welches alles verspricht und weil neu, auch erst mal richtig schön teuer ist.
Die größte Pleite war wohl dieses welches langsam und stetig die KH und damit den pH in den Aquarien erhöhte.
Wiederum ein anderes Supersubstrat ließ genau die gleichen Werte endlos abfallen.

Hiervon waren wir besonders betroffen, weil wir plötzlich vor dem Rätsel standen warum bei einigen Kunden von Vollentsalzern die eingestellten Wasserwerte nicht konstant geblieben sind.
Es dauerte endlos bis wir dahinter kamen was erst der Fall war als ein Kunde uns eine Bodenprobe schickte.

In den unteren Schichten des Filters werden meistens Tonröhrchen, Filterigel und ähnliches  empfohlen was ich bis dahin auch nicht für falsch halte.
Darüber der grobe Filterschaum ist allerdings falsch, denn der setzt sich innerhalb kürzester Zeit zu und die Materialien darüber werden unter Umständen gar nicht mehr durchflutet, wenn das Wasser an der Filterwand hochsteigt.
Nun haben Sie ( hoffentlich ) soviel gelesen, dass ich Sie nicht länger wegen der richtigen Filterung auf die Folter spannen will die eindeutig in der Filterung mit Zeolith liegt, welches wir deswegen auch das aquaristische Wundergestein nennen.
All unsere Kunden berichten nur positives darüber und nicht umsonst wird micronisiertes Zeolith teuer in Wasserzusätzen angeboten, die da einen harmonischen Zustand der Kräfte des Wassers ( Redox-Wert ) versprechen.
Verbunden mit rascher Vermehrung der schadstoffabbauenden Bakterien und kristallklares Wasser mit Reduzierung der Nitratbildung.

Das bekommen Sie mit unserem Zeolith billiger und mit besserem Nutzen zur optimalen Filterung.

Selbst Ihr Innenfilter wird zu einem natürlichen Klärwerk wie Sie es mit diesem noch nicht erlebt haben, ganz einfach, indem Sie diesen nur mit Zeolith bestücken.
Dieses füllt den gesamten Filter aus und durch die optimale Körnung mit 5 – 8 mm, sowie der Struktur des Zeolith wird jedes Körnchen lange von Wasser durchströmt, sodass keine Bakterien ersticken und wirklich eine vollbiologische Filterung auf Langzeit möglich ist.
Im Innenfilter empfehle ich allerdings das Zeolith alle 4 Wochen herauszunehmen, einfach in Aquarienwasser etwas fein zu spülen und den Filter damit wieder in Betrieb zu nehmen.

Die Filterung im Außenfilter funktioniert etwas anders denn mit diesem wollen wir ja wirklich auf Langzeit mit  optimaler Wasserreinigung und Filterung arbeiten ohne diesen alle 14 Tage öffnen und reinigen zu müssen.
Unten sollte der Außenfilter mit unserem Grobfill befüllt werden, welches eine grüne Kunstfaser ist.
In diesem sammelt sich Grobschmutz sogar mit Sedimentbildung und langer, optimaler Durchflussrate.

Ansonsten empfehlen wir auch hier vollständige Füllung mit Zeolith und obenauf, was kein Widerspruch ist, eine 2 – 3 cm grobe Filterschaumplatte um feine Schwebepartikel in dieser zurück zu halten.
Diese Filterschaumplatte setzt sich auch nach langer Zeit nicht vollständig zu, sodass die Probleme wie oben beschrieben nicht auftreten können.
Wichtig ist vor allem, dass das Zeolith immer von Wasser durchströmt werden kann, selbst wenn die obere Filterschaumplatte sich langsam zusetzt.
Hier würde der Weg des geringsten Widerstandes dann an der oben liegenden Filterschaumplatte vorbei oder durch Kanäle dieser erfolgen.

Auch als Langzeit Bodengrund hat sich das Zeolith bestens bewährt da Bakterien in diesem unter anderem auch Nahrung für die Pflanzen im Boden aufschlüsseln.

P. S.
Für die hier nicht aufgeführten Biofilterbecken oder Rieselfilter gilt natürlich auch das oben angeführte wobei wir bei Einsatz dieser auch gerne individuell beraten.

Übrigens hat ein erfolgreicher AquaRichtig Kunde im Biofilterbecken unter dem 1000 Liter Aquarium 120 Kg Zeolith zur vollbiologischen und mechanischen Filterung im Einsatz.
Zwei 700 Liter Malawi Becken in einer Praxis stehend, werden über  ein gemeinsames Biofilterbecken mit gesamt 70 Kg Zeolith gefiltert.
Dies war der letzte und erfolgreiche Versuch der Algenplage Herr zu werden.

Resonanzen zur Zeolith-Filterung:

27. 11. 2009
Nachricht:
Hallo Aquarichtig-Team
Zur Zeolithfilterung habe ich eine Frage.
Da ich auch ein"Zeolithfilterer" bin und damit super gute Ergebnisse in der Algenkontrolle erzielt habe, würde mich interessieren wie es sich bei einer Medikamentenzugabe verhält.
Soll mann bei einer Medikamentenbehandlung das Zeolith aus den Filter entfernen oder nicht.
Danke im voraus
Gruss Walter
"Man soll, aber nur das mechanisch wirkende Zeolith da nur dieses noch Stoffe aufnehmen könnte." Auf keinen Fall vollbiologisch wirkendes entfernen!

Hier noch eine gute Referenz zum Zeolith Einsatz im Meerwasser:

22. 10. 2009
Hallo liebe Petra,
wünsche einen schönen Tag.
Ich habe vor ca.8 Wochen bei Ihnen einen Zeolith und Phosphatfilter gekauft.
Laufen beide im Seewasser, ich muß Euch ein ganz großes Lob aussprechen die Filter sind Spitze mein Becken laüft seit 2 Jahren aber solche Wasserwerte wie mit den Filtern hatte ich noch nie.
Auch wie man mit den Filtermaterial umgeht ist schon 1000 Dank wert
Solch eine Beratung wie bei Ihnen muß mann sehr lange suchen ich bin nur begeistert von Ihnen
Meine Fische und Korallen danken Ihnen sehr
Bis bald und einen schönen Feierabend
Mit Freundlichen Gruß aus Oberhausen
Jürgen H

Hier könnte die Liste endlos so weitergehen und bewußt wählte ich die älteren E-Mails dazu aus weil die gleichen Kunden Heute noch so zufrieden sind wie zu dieser Zeit.



 

 


 

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