Frostfutter für die Fische im Aquarium richtig füttern. 20.06.2011 00:26

Frostfutter ist für unsere Aquarienfische nicht nur eine willkommene Abwechslung, sondern  eine artgerechte Fütterung, die natürlichen Bedingungen am nächsten kommt.
Frostfutter hat einen großen Eiweißgehalt und ausgewogene Ballaststoffe.

Dieses richtig zu füttern ist eine wichtige Voraussetzung damit Ihre Fische auch gesund bleiben und das Aquarienwasser nicht zu stark belastet wird.
Frostfutter reichert das Wasser sehr stark mit Phosphat an und durch weitere Zersetzungsprozesse wird das Wasser auch stark mit Nitrat belastet.

Phosphat ist direkt nach Auflösung eines Frostfutterwürfels in nicht unerheblicher Menge im Wasser nachweisbar, während eine Nitratanreicherung erst nach längerer Zeit messbar ist.  
Man sollte niemals einfach die Frostfutterwürfel in das Aquarium werfen, sondern diese vorher in einem Sieb, z. B. Teesieb auftauen, damit das Frostwasser ablaufen kann.
Nach dem auftauen im Sieb empfehle ich auch das Futter noch kurz mit Wasser ab zu spülen.

Auch im Auftauwasser können viele Giftstoffe oder gar Schwermetalle enthalten sein, denn Frostfuttertiere werden gezüchtet und ich erspare es Ihnen zu beschreiben unter welchen Umständen dieses, meist in asiatischen Ländern geschieht.

Abgesehen davon, dass ein eiskalt erwischter Brocken einem Fisch schwer zu schaffen und diesen sogar krank machen kann.

Krank machen kann Ihre Fische aber auch nicht richtig behandeltes Frostfutter, denn taut dieses nur an, oder gar ganz auf, dann setzt recht schnell der Verwesungsprozess ein und es nutzt auch nichts, dieses anschließend wieder einzufrieren.

Darum kaufen Sie bitte niemals Frostfutter, welches Sie per Post geschickt bekommen, denn es kann schon durch Verwesungsprozesse hochgiftig sein.
Je kleiner die Futtertiere sind, wie Artemia, oder Cyclops, desto schneller setzt auch Verwesung bei nicht sachgemäßer Behandlung ein.

Besorgen Sie sich Ihr Frostfutter im Fachhandel und bringen Sie es möglichst umgehend nach Hause in die Gefriertruhe.
Achten Sie auf die Qualität des Futters, denn optisch verrät es Ihnen oft schon an der Farbe, ob es schon einmal angetaut oder gar aufgetaut gewesen ist.
Es muss immer frisch und von den Farben her noch leuchtend aussehen.
Grau oder matschig aussehendes ist dagegen mit Sicherheit schon verdorben.
Auch auf Gefrierbrand sollten Sie achten, den man besonders gut an den Rändern durch helleren, farblichen Unterschied erkennen kann.

Ich kaufe mein Frostfutter daher von einem bekannten Hersteller in der Zoohandlung.
Dieses ist vielleicht etwas teuerer, aber dafür birgt es auch wahrscheinlich (hoffentlich) das kleinste Risiko.
Auch qualitativ gibt es übrigens gravierende Unterschiede, aber auch Mogelpackungen, die mehr Wasser als Futtertiere enthalten.

Wichtig ist noch, dass Frostfutter im Kühlschrank aufbewahrt auch nur höchstens 24 Stunden ohne großes Risiko gefüttert werden kann.
Ein Kunde von uns kaufte einmal die Woche eine Tafel, bewahrte diese im Kühlschrank auf und fütterte täglich Portionen davon.
Bis er eines Tages nahezu alle Fische verloren hatte und es dauerte lange, bis wir dahinter kamen warum.

Zur Verdeutlichung wie sehr pur in das Aquarium gegebenes Frostfutter das Wasser belastet, machten wir einen Test mit einem Liter Wasser und 8 Würfeln roter Mückenlarven.
Bei Anfang des Test befand sich 0,2 mg/l Phosphat in dem Wasser.
Nach 2 Stunden war der Phosphatgehalt des Wassers schon bei 9 mg/l
Hier hatten wir wahrscheinlich sogar sehr gute Qualität erwischt, denn ein Kunde der den Test mit einem Würfel auf 100 ml Wasser machte hatte hochgerechnet ein noch höheres Ergebnis.

Dieser Artikel verdeutlicht wie stark das Wasser bei täglicher Fütterung belastet wird wenn Sie die Würfel einfach in das Aquarium werfen.
Wir füttern zweimal wöchentlich rote Mückenlarven und Artemia in unserem Diskus-Neon-Sterbai Becken und ansonsten geben wir gutes Diskusgranulat, Flockenfutter und Futtertabletten, an welchen sogar die Diskus hin und wieder picken.

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