Leitwert oder elektrischer Widerstand im Aquarium. 05.07.2011 22:01

Dieser Artikel wird noch fachlich ergänzt und diente als Bestandteil zu dem Artikel
"Wasser Element des Lebens nicht nur für das Aquarium" um eine Überlänge dessen zu vermeiden.

Für die Reinheit des Wassers ist der elektrische Widerstand in Ω (Ohm) ein ganz genauer Indikator der die Menge aller gelösten Feststoffe im Wasser darstellt.

Je weniger dieser Stoffe das Wasser enthält, desto höher ist der elektrische Widerstand, da die im Wasser gelösten (Mineral) Salze die elektrische Leitung des Wassers bestimmen.

Beispiel:

Ein Leitungswasser mit einen geringen elektrischen Widerstand von 4500 Ω ist ein schlechtes Wasser.
Nehmen wir 8 Liter destilliertes oder vollentsalztes/entmineralisiertes Wasser, fischgerecht mit 2 Liter Leitungswasser aufbereitet erreichen wir dadurch einen elektrischen Widerstand von einigen 10.000 Ω als Zeichen für qualitativ gutes und reines Wasser.

Gleichbedeutend als Kehrwert des elektrischen Widerstandes ist die elektrische Leitfähigkeit des Wasser in µS/cm als Leitwert als gebräuchlichste Messung in der Aquaristik mittels Leitwertmessgerät.

Hier gilt dann, je niedriger der Leitwert, desto besser die Wasserqualität durch wenige gelöste Salze.

Beispiel:

In unseren Leitungswassern haben wir im Durchschnitt (leider oft auch viel höher) wir einen Leitwert von 700 µS/cm

Nehmen wir wieder 8 Liter Destilliertes vollentsalztes/entmineralisiertes Wasser, fischgerecht mit 2 Liter Leitungswasser aufbereitet erhalten wir hier einen Leitwert von <200 µS/cm als Zeichen für gutes Wasser.

Vollentsalztes oder destilliertes Wasser, stark sauer, stark basisch, hat einen Leitwert von 1 – 50 µS/cm
Osmosewasser von 2,5 – 150 µS/cm

Leitungswasser kann durchaus einen Leitwert von über weit über 1000 µS/cm haben wobei wir von einem Mittelwert von 700 – 800 µS/cm ausgehen.

Salzreiche Mineralwasser haben einen Leitwert von 1000 – 3000 µS/cm (!)

Gesundes Wasser sollte einen Leitwert von <200 µS/cm haben und unsere bevorzugten Mineralwässer erfüllen diesen Wert.

Ein interessanter Link zu diesem Thema, nicht nur die Aquaristik betreffend möchten wir  Ihnen  nicht vorenthalten.

http://gsundheits-oase.ch/pdf_files/Wasserwarnung2.pdf
 
Keine Esotherik, sondern Tatsachen, wobei Frau Olbort das Thema Wasser als Schwerpunkt für ihr Studium der Heilpraktik besonders interessiert und sie sich sehr intensiv damit befasst.

Wie bereits geschrieben hat gutes und gesundes Wasser einen Leitwert von <200 µS/cm, wobei in Aquarien mit entsprechenden (Weichwasser) Fischen auch ein Leitwert von 200 - 350 µS/cm kein Problem dar stellt.

Da der Leitwert die Summe aller Salze im Wasser, also auch Nitrat, etc. ermittelt ist eine Aussage über die tatsächliche Qualität des Wassers durch Leitwertbestimmung schwierig, aber durchaus für geübte Aquarianer möglich.
Der Leitwert selbst wird aber ebenfalls von vielen Faktoren bestimmt und kann entsprechend schwankend, sogar fallend statt steigend sein.

Etwas wesentliches, mit positivem Einfluss auf den Leitwert ist übrigens die mechanische Filterung über Zeolith, das durch Aufnahme vieler Stoffe nachweisbar leitwertsenkend und  wasserbereinigend wirkt.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

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