Haltung, Pflege und Zucht roter Neon (paracheirodon axelrodi) 09.12.2012 20:36

Haltung, Pflege und Zucht roter Neon (paracheirodon axelrodi).

 

Gleich nahezu drei zeitgleiche Anfragen von Kunden über die Zucht des roten Neon zeigen wie beliebt dieser schöne Fisch ist.

AquaRichtig züchtete früher einmal neben Diskus, Corydoras auch den roten Neon für  Kunden aus der Region und den regionalen Handel.
Vielen unserer Kunden gelang mit vollentsalztem Wasser auch die Nachzucht dieser wohl beliebtesten Aquarienfische.

Hauptsächlich waren es corydoras sterbai die erst rein zufällig als Winzlinge in den Gesellschaftsbecken entdeckt wurden und auf Grund dessen dann gezielt gezüchtet wurden.
Aber auch Diskus, Skalare und Zwergbuntbarsche wurden schnell gezielt gezüchtet als man erste Erfolge mit plötzlichem Schlupf und Aufschwimmen der Brut feststellte.

Bei dem roten Neon sind es weniger Erfolgsmeldungen gewesen, aber immerhin doch einige und mit diesem Artikel hoffen wir die Zucht erfolgreicher vermitteln zu können.

Voraussetzung dafür ist, wie auch maßgebend für die Zucht des Diskus und von Welsen natürlich das richtige Wasser, welches für die Zucht von Neons extrem weich sein muss, wie Sie unten gleich nach vollziehen können.

Der rote Neon kommt aus den amazonischen Gebieten Süd und Mittelamerikas und meist in den Nebenflüssen und Bachläufen des Rio Negro und Orinoco vor. 
Hier ist das Wasser sehr sauer und reich an Huminsäuren und Gerbstoffen die das Wasser  bräunlich prägen.

Darum heißen diese Gewässer auch Schwarzwasser oder Klarwasser und der rote Neon ist in beiden Gewässerarten zu finden, wobei dieser flache und schattige Uferzonen bevorzugt.

Oft wird es dar gestellt, dass der rote Neon kein Schwarzwasserfisch sei, obwohl dieser in Schwarzwässern, aber auch in Klargewässern in größeren Populationen zu finden ist.
Sowohl als auch ist hier eher richtig, denn jede Neon Schule, um diese so wie unten zu benennen, kehrt in die jeweiligen Gewässer wieder zurück.

Unbestritten kann der rote Neon in beiden Gewässerarten leben.
Der Unterschied zu Schwarz und Klarwasser liegt darin, dass Schwarzwasser wesentlich dunkler als das leicht bräunliche Klarwasser ist und die pH Werte in Schwarzwasser noch um einiges tiefer liegen als in Klarwasser.

Das Schwarzwasser mit pH Werten von 3,5 – 4,5 und Klarwasser mit pH 4,5 - 5,0 weisen Karbonathärten von kleiner als 0.5  dKH, bei Gesamthärten von kleiner als 0,5 dGH, oft kaum noch messbar und Leitwerten von 10-30  m/s
Die Wassertemperaturen variieren je nach Gebiet zwischen 22-26 Grad.

Haltung des roten Neons:
Hierüber braucht man sich im Grunde nicht streiten, denn eindeutig geht oben heraus hervor, dass der rote Neon ein klassischer Weichwasserfisch ist und auch immer genetisch bleiben wird, da die Zucht nur in extremem Weichwasser möglich ist.

Abgesehen davon ist sicher, dass der rote Neon bei hohen Härtegraden langfristig Nierenschäden durch zu hohe Gehalte an Calcium bekommen kann.
Darüber hinaus, wir führten es schon an anderer Stelle an, dass der rote Neon auch Kiemenschäden in hartem Wasser und in Pflanzenaquarien, ohne CO2 Zugabe, durch die biogene Entkalkung des Wasser und damit verbundener Kalkausfällung bekommt.

Wie kommt es dann, dass der rote Neon vielfach als Anfängerfisch deklariert, oder gar verkauft wird?

Wegen dem geringen Wert den Neons besitzen?

Klar, bei Preisen von einigen Cent in Sonderangeboten ist rasch ein neuer Schwarm gekauft, statt sich Gedanken darum zu machen warum von Millionen eingeführten roten Neons auch Millionen so schnell in den Aquarien sterben wie sie gefangen wurden.

Traurig sind die Aquarien in denen noch von einem Schwarm Neons, der wenigstens aus 10-15 Tieren bestehen sollte noch ein, zwei oder 3 rote Neons verloren um ihr Dasein kämpfen.

Der rote Neon ist ein Schwarmfisch, auch wenn manche Autoren dieses anders sehen, weil zuweilen das typische Schwarmfischverhalten nicht zu erkennen ist.
Möglicherweise schließt man dies auch darum daraus, dass in der Natur oft nur bis 20 Fische auf einem Quadratmeter zu finden sind.

Oft wird der rote Neon auch als Raubfisch bezeichnet was dieser nicht ist.

Auch in der Natur ist der rote Neon ein Allesfresser wie im Aquarium in welchem dieser natürlich auch Lebendfutter bevorzugen würde, wenn er es denn bekäme.

Der Mageninhalt von roten Neons wies bei Untersuchungen in den Heimatgewässern neben Insektenlarven und Krebschen auch Algen auf.

Zumindest sollte der rote Neon, wie die meisten Fische auch hin und wieder Lebendfutter oder zumindest Frostfutter, statt nur Flockenfutter bekommen.

Die Haltung des roten Neon sollte eindeutig in Weichwasser mit pH Werten gut unter 7 und Wasser mit geringem Leitwert stattfinden.
Eine Aquariengröße ab 60 cm sollte in Betracht gezogen werden, da man selten nur Neons alleine hält.

Auch in gut bepflanzten Nanobecken von 30 Liter ist der rote Neon im 10 - 15er Schwarm durchaus ohne Beifische noch zu halten und das wird so häufig praktiziert.
Keine Empfehlung von uns, denn wir gehen von 60 cm Mindestlänge für kleinere Aquarienfische aus.

Wir hatten schon einige rote Neon-Weibchen die 5 cm groß und einige Jahre alt geworden sind.
Das sollte das Ziel und die Regel für alle Aquarianer sein Fische so zu pflegen und zu halten, dass diese ein gutes und langes Leben haben.

Dazu gehört auch dem Neon strömungsarme und schattige Zonen zu bieten, da dieser ruhiges Gewässer bevorzugt und grelles Licht scheut.
Der Neon braucht sowohl Schattenplätzchen durch Pflanzen, als auch freien Schwimmraum.

Wichtig für die Haltung von Salmlern, ob Diskus oder Neons sehen wir auch ein schwaches Nachtlicht an, denn dies dient dem Schutzbedürfnis der Tiere.

Jeder erlebte es schon selbst, dass die Fische, nicht nur Salmler, bei ausschalten des Lichtes durch das Becken gegen Seitenscheiben schießen und Diskus sich deswegen oft Tage nicht blicken ließen.
Nicht selten liest man, dass Fische so aus dem Becken gesprungen sind und am nächsten Morgen gefunden wurden.  

 

Pflege des roten Neon:
 

Der rote Neon sollte in Weichwasser gehalten werden, nicht weil AquaRichtig Vollentsalzer verkaufen möchte und unsere Empfehlung für die Haltung von Diskus, Neons und einigen weiteren Fischen mit KH 2, GH 6 und pH 6,2 wird von vielen Aquarianern erfolgreich praktiziert.

Das Wasser sollte zudem noch leicht bräunlich mit Torf aufbereitet sein, wobei wir selbst ein flüssiges Torfprodukt verwenden.

Wasserwechsel ist noch ein wichtiges Thema, denn um eine dem roten Neon gerechte Wasserqualität zu bieten sollten Karbonathärte und Gesamthärte, also der Leitwert des Wassers nicht in unermessliche Höhen ansteigen.

Der Leitwert ist unser Parameter für Zucht und Wasserwechsel nach Schlupf, weshalb ein Leitwertmessgerät zur Ausstattung gehören sollte. 

 

Zucht des roten Neon:
 

Der rote Neon ist ein Freichlaicher und die Neon Weibchen werfen Ihre Eier während der Paarung ab die dann von dem sie umschwimmenden Männchen befruchtet werden.
Sehr schön ist dies auf einem Video in you tube dargestellt - siehe Link unten.

:http://www.youtube.com/watch?v=8DquiWH8tEk

Auch im Gesellschaftsbecken kann man dieses Gebahren oft gut beobachten und es ist ein sicherer Indikator dafür, dass die roten Neons laichbereit sind.

Weibchen und Männchen kann man gut auseinander halten, denn die Weibchen sind in der Regel etwas größer und fülliger, besonders in der Bauchregion, als die schlankeren Männchen.

Bis 5 cm Körperlänge erreichen die Weibchen, während man bei den Männchen von bis 4 cm ausgehen kann.
Noch zu erwähnen ist, dass der rote Neon unter guten Bedingungen durchaus im Aquarium 7 Jahre alt werden kann.

Berichte von bis zu 10 Jahren kursieren im Net, doch sind diese unbestätigt.
AquaRichtig selbst hat viele rote Neons die im 5. Jahr zum größten Teil noch munter herum schwimmen und es sicher auch noch eine Weile werden.

Der rote Neon laicht in den Heimatgewässern in der Regenzeit ab, die von Dezember bis Mai in der Region des Amazonasbeckens währt.
Hier gibt es praktisch nur zwei Jahreszeiten,  nämlich Trocken und Regenzeit und der rote Neon richtet sich nach diesen nicht nur was die Paarung angeht.

Die Laichzeit des roten Neon beginnt im Januar/Fenruar und geht bis April/Mai, abhängig von den Wasserbedingungen.

Dass der Neon ein richtiger Schwarmfisch ist zeigt sich daran, dass der rote Neon  in großen Schwärmen an zu treffen ist wenn dieser flußaufwärts zieht.

Während der Trockenzeit findet man den roten Neon an flachen Uferzonen der Nebenarme und Bäche die oft komplett mit Laub bedeckt sind.

Auch der Boden des Wassers ist mit Laub und Gehölz übersät, sodass der Neon hier reichhaltig Nahrung findet.

Mit Eintritt der Regenzeit wandert der rote Neon den Hauptarmen der Flüsse zu, denn die Grundlage des reichhaltigen Nahrungsangebotes wird mit ansteigen des Wassers sogartig von den Wassermassen in Richtung der Hauptströme gezogen. 

In den Hauptarmen der Flüsse gibt es entsprechend viele Fraßfeinde der Neons und darum bilden diese dort große Schwärme.

Die Biologie spricht auch von Neon-Schulen, (kennen wir alle, z. B. von den Delphinen) die nicht nur in der Regenzeit in der Nähe der Hauptarme besonders geprägt sind.

Es bilden sich auch immer Gruppen von einigen Tieren und mit Einbruch der Dämmerung finden sich die vereinzelten Grüppchen zu richtigen Schwärmen zusammen.
 
Hier gäbe es noch einiges über die Lebensumstände und Umweltbedingungen zu berichten doch würde dies den Artikel wieder zu lang werden lassen.

Aber nun wieder zur Zucht des roten Neon:

Es ist nicht ganz einfach, doch einigen unserer Kunden sind Nachzuchten gelungen und die Grundbedingung dafür ist wie oben ersichtlich das richtige Wasser.

AquaRichtig  züchtete seinerzeit in kleinen Glas-Aquarien mit 10 Liter Inhalt.

Nachzuchten gelangen auch in den günstigeren Plexiglas-Becken problemlos.

Bestückung des Laich-Aquariums besteht natürlich aus einem kleinen Regelheizer, der die ca. 7 Liter Wasser in dem 10 Liter Becken auf einer Temperatur von 24 - 26 Grad hält.

Einige Autoren gehen von höheren Temperaturen von 26 - 30 Grad aus die sich praktisch allerdings bei uns als kontraproduktiv erwiesen.

Auch in den Heimatgewässern des roten Neon liegen nur Wassertemperaturen von 23 - 26 Grad vor, die auch in der Trockenzeit selten überschritten werden, da die Bäume Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung bieten.

Weitere Ausstattung des Zuchtbeckens besteht aus einem Schwammfilter mit Luftheber, wobei dieser Filter schon drei Wochen  vorher in Berieb genommen werden sollte, damit sich nitrifizierende Bakterien in diesem ansiedeln können.

Wichtig ist einmal, dass der Filter natürlich nur eine minimale Leistung bringt um Jungfische nicht an zu saugen oder durch Verwirbelung des Wassers zu schädigen.

Immerhin sollten die Jungfische einige Wochen in dem Zuchtbecken verbleiben, je nach Wachstum 5 - 7 Wochen und durch die Fütterung mit Kleinfutter während dieser Zeit wird das Wasser schnell belastet.

Ein täglicher vorsichtiger Wasserwechsel von 30 - 50% des Wassers nach Schlupf der Jungtiere mittels vorsichtigem entnehmen, ohne dass die Fischlein angesaugt werden und langsamster Wassereinlass ist Bedingung.
Wir saugen mit einer vorgesetzten feinen Schwammfilterpatrone das Wasser langsam ab.

Es ist also nicht so ganz einfach Neons zu züchten, da es eines großen Aufwandes bedarf.

Noch sind wir aber nicht soweit, denn erst einmal ist die Vorbereitung des Beckens wichtig.
Ist dieses eingerichtet geben wir als Laichsubstrat Grobfill auf den Boden des Beckens.

Grobfill ist eine Perlonwatte die so dicht gelegt wird, dass die Elterntiere auch bei bestem Willen dieses nicht durchdringen können um die Eier zu fressen.
Dies wäre nach Vollzug des Laichaktes ihre nächste Tätigkeit und alle Mühe vergebens.

Das Wasser sollte extrem weich sein und so aufbereitet werden, dass es einen Leitwert von 30µ/s nicht überschreitet.

Wir verwenden zur Haltung unserer Fische generell Wasser mit KH 2, GH 6 und pH von ca. 6,2

Dieses Wasser verwenden wir auch in dem Ablaichbecken und fahren es erst nach Einsatz des Zuchtpaares herunter, um dieses nicht durch wesentlich tiefere Werte zu stressen.

Hier tauschen wir reines vollentsalztes Wasser aus Kati und Ani solange literweise aus, bis wir einen Leitwert von 30 µ/s erreicht haben.

Diesen Leitwert senken wir nun noch mittels eines flüssigen Torfpräparates, wie diese im Handel erhältlich sind auf einen Leitwert von 20 µ/s herunter.

Wichtig dabei ist, dass wir keine Torfbrühe aus dem Wasser machen, sondern dass dieses nur einen leichten Braunstich erhält.

Versuche mit zu stark torfgesättigtem Wasser führten seltsamerweise zu keinem Erfolg, auch wenn der Leitwert des Wassers dem Soll entsprach.
Möglicherweise besteht hier ein Zusammenhang zu roten Neons aus Schwarz oder Klargewässern, was wir aber nicht nachvollziehen konnten.

Wichtig ist nun das Zuchtaquarium ab zu dunkeln, was wir einfach mit einer schwarzen Klebe-Folie rundum und auf der Abdeckscheibe machten.

Neons generell lichtempfindlich, wie oben schon beschrieben, sind als Jungbrut vor Licht zu schützen und erst langsam an dieses zu gewöhnen.

Wir machten in die Folie lediglich an der Front und an den Seitenscheiben ein Guckloch um mit einer kleinen Taschenlampe die Eiablage und später den Schlupf der Larven feststellen zu können.

Die Auswahl der Zuchttiere ist im Grunde recht einfach, denn Männchen und Weibchen zu unterscheiden ist leicht.

Das richtige Paar ist nun noch ausschlaggebend für den Erfolg und die Tiere sollten zwischen 8 und 12 Monaten sein.

Deswegen, um Haltungsschäden die schon zu Unfruchtbarkeit geführt haben könnten aus zu schliessen.

Kennt man das Alter der Fische nicht, so kann man auch davon ausgehen, dass Weibchen (mit Laichansatz) zwischen 3,5 und 4,0 cm Länge schon zur Zucht geeignet sein können.

Ideal ist es wenn man schon ein Paar im Aquarium ausgemacht hat welches sich wie in dem you Tube Film, was nicht selten der Fall ist, schon scheinbar balgt, sein Paarungstänzchen vollführt.

Genau dieses Paar aber zu fangen erfordert Geduld und am besten 2 oder mehr Beobachter, damit man auch die richtigen Fische erwischt was bei den blitzschnellen roten Neons nicht einfach sein kann.

Wir setzen nur ein Paar des roten Neon in das Zuchtbecken ein, wobei es auch Berichte gibt, dass mit einem Weibchen und drei Männchen, oder auch mit je drei Paaren gute Erfolge erzielt worden sein sollen.

Wir sind der Meinung, dass dies bei dem einfachen Neon ( Paracheirodon innesi) oder bei dem blauen Neon (Paracheirodon simulans) erfolgreich sein kann, zumal auch hier die Eiablage wesentlich geringer als bei dem roten Neon aus fällt.

Der einfache Neon ist um einiges leichter zu züchten als der rote Neon und der blaue Neon dagegen noch um einiges schwieriger.

Bei letzterem scheiterten wir regelmässig an der Aufzucht der Jungfische - leider.

Der rote Neon kann zwischen 350 und 500 Eier ablegen (einfacher und blauer Neon ca. 100 - 150) und bei entsprechender Schlupf und Überlebensrate erhält man einen stattlichen Schwarm dieses wunderbaren Fisches.

Generell können wir davon ausgehen, dass der rote Neon in den frühen Morgenstunden zwischen 4.00 und 5.00 Uhr ablaicht.
Meist schon in der gleichen Nacht nach einsetzen der Fische.

Die ersten Male war es ein Erlebnis, welches uns zu dieser Zeit fasziniert vor dem Ablaichbecken sitzen ließ.
Später war es Routine, aber jedesmal ein Erlebnis ca. 250-300 rote Neons groß zu ziehen.

Ist die Eiablage erfolgreich verlaufen, wir entfernen dann vorsichtig das Laichsubstrat Grobfill, natürlich auch die Eltern-Tiere, so kann man ca. 30-40 Stunden später schon den Schlupf der Jungen feststellen.
Diese schwimmen nach weiteren 2 Tagen schon auf und müssen ab dann gefüttert werden.
Sind die Jungen geschlüpft, dann werden diese langsam an das Licht gewöhnt, wozu wir ca. 25% der Folie von den Scheiben, mit täglich einer Scheibe zu 25% beginnen.

Wir zogen die Neons dann in den ersten Wochen ohne Beleuchtung groß, wobei wir die Folie nach 7 Tagen täglich eine Scheibe nach der anderen entfernen.

Entgegen anderen Meinungen gehen wir nicht davon aus, dass man die Jungfische des roten Neon an Leitungswasser mit pH Werten über 7 gewöhnen kann und sollte.

Vergessen Sie bitte auch Tipps wie Methylenblau oder Malachitgrün in das Zuchtwasser zu geben um eine Verpilzung der Eier zu verhindern.

Weder bei uns, noch bei bekannten Züchtern traten in diesen sauren Wasserbereichen (je sauerer das Wasser,desto keimfreier) Verpilzungen auf.
Verpilzte Eier sehen aus wie mit einem Watteflaum umgeben, während nicht befruchtete Eier weiß sind und bleiben.
Bei Wasser mit hoher Keimdichte verpilzen Eier natürlich schnell. 

In einigen Zuchtberichten kann man auch von Kleinstaquarien mit einer Wasserpfütze als Zuchtaquarium lesen und solche Behältnisse bergen stark das Risiko des Verlustes der Jungbrut.

Darum, weil das Wasser durch Fütterung der Jungfische stark belastet wird und eine Schwammfilterpatrone schnell an die Grenze einer biologischen Funktion kommt - siehe auch unter richtiger Filterung im Aquarium.
Das Zuchtbecken sollte wenigstens 10 Liter fassen können und wie oben beschrieben befüllt sein.

Es können auch durchaus 20 Liter Becken sein in denen man später langsam über 7 Liter Wasserinhalt steigern kann.
Ein herausfangen und umsetzen der Brut aus kleinen Behältern gestaltet sich zudem sehr schwierig.

Wir freuen uns über ein Feedback, wenn Ihnen die Zucht geglückt ist!

 

 

H

Kommentare

Ich bedanke mich beim aquarichtig-team für die tollen Tips! Ich werde es auf jeden Fall versuchen ! Ich bin bin verliebt in den Roten Neon und freue mich schon auf die Ergänzung des Artikels . Endlich mal was von Profis !!! Frohe Festtage und danke sagt Ihr Thomas Fricke !

Zahntechnik T., 17.12.2012 17:28

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.