Vollentsalzer oder Osmose-Anlage - Pro und Contra. 18.05.2011 00:18

Nur wenige Fachhändler führen noch Vollentsalzer die mit Erfindung der Osmose-Anlagen bedauerlicherweise, zum Nachteil exotischer Fische und Pflanzen nahezu in Vergessenheit geraten sind.

Warum?
Zu einer Osmose-Anlage muss man nicht viel erklären.
Der Kunde kauft diese, schliesst sie an die Wasserleitung an und fertig.

Ist es wirklich so einfach damit Wasser für unsere exotischen Fische und Pflanzen auf zu bereiten?
Nein, das ist es nicht, denn wichtige Parameter zur Haltung, Pflege und Zucht unserer Weichwasser-Fische sind nicht nur die Wasserhärte und der Leitwert, sondern auch der pH-Wert des Wassers.
Für den pH-Wert sind die Toleranzen für klassische Weichwasser-Fische gemäß dem Tierschutz Gesetz für die Haltung von Zierfischen sehr gering.

Jeder Fachhändler muss diese Vorschriften kennen, muss für die Genehmigung zum Verkauf von Zierfischen auch eine Prüfung mit Sachkunde-Nachweis bei dem Bund für Natur und Artenschutz (BNA) ab legen.
Leider aber nur der Inhaber und nicht auch dessen angestellte Verkäufer.

AquaRichtig ist nicht nur Mitglied des BNA, sondern kennt auch den dicken Wälzer des Schulungsordners Aquaristik in und auswendig.

Ach ja, da ist ja noch das seit dem 01.08.2014 bestehende Gesetz, dass jeder Fachhändler der Zierfische verkauft dem Käufer auch ein Merkblatt über Pflege und Haltung dieser aushändigen muss.
Wie die Umsetzung dieses Gesetzes gehandhabt wird kann jeder Käufer von Zierfischen sich selbst beantworten.
Gleich Null ist unsere eigene Erfahrung.
Hier müsste man ja erklären wie man das richtige Wasser überhaupt herstellen kann.



Wieder zurück zu der Entscheidungshilfe Vollentsalzer oder Osmose-Anlage.

 


Das beste Verkaufsargument für Osmose-Anlagen ist, dass diese nicht regeneriert werden müssen.
Wir machten den Beratungs-Test vor einigen Jahren selbst, indem wir uns alternativ über Vollentsalzer, mit dem Hintergrund diese in den Fachhandel zu bringen informierten.
Antworten dazu:
"Hören sie bloß auf, das ist doch eine veraltete Methode die kein Mensch mehr
will."
"Um Himmelswillen, dieses gefährliche Gepansche mit Chemikalien ist doch für jeden eine Zumutung."
"Wir bieten so etwas nicht an, da damit ein zu großer Erklärungsbedarf entsteht."



Eine wirkliche Alternative zu Vollentsalzern sind Osmose-Anlagen nicht.





Aber urteilen Sie selbst.
Nur Vollentsalzer, Ionenaustauscher stark sauer, schwach basisch sind in der Lage ohne irgendwelche Hilfsmittel sofort einsatzbereites Weichwasser mit jedem gewünschten pH Wert her zu stellen.

Osmose-Anlagen sind eine tolle Erfindung, aber für die Aquaristik nur für die Haltung von einigen Fischen mit höherem pH-Anspruch geeignet.

Im Süßwasser lässt sich dagegen nach Aufhärtung, ohne Hilfsmittel kein pH unter 7,2 einstellen.
Im Meerwasser-Einsatz entfernt es die für Braunalgen und Cyano Bakterien verantwortliche Kieselsäure nicht.

Für jeden Anspruch der Fische gibt es die richtigen Vollentsalzer die das angestrebte Wunschwasser auf bereiten.

Für die Haltung von Weichwasser-Fischen die Variante stark sauer, schwach basisch.
(Diese entfernt wie die Osmose-Anlage kein Silikat, keine Kieselsäure.)
Zur Aufbereitung von Meer-Wasser gibt es die stark saure, stark basische Variante.
Diese bereitet 99 % + reines Wasser mit Entfernung des Silikats, welches für Braunalgen und Cyano Bakterien (Blaualgen) verantwortlich ist.
Auch Mischbett Vollentsalzer beinhalten stark saure und stark basische Harze.
Hier sind Osmose-Anlagen mit einer Rückhalterate von nur ca. 85 % der Stoffe diesen Vollentsalzern- Ionenaustauschern also weit unterlegen.

Die Regenerierkosten für Vollentsalzer sind weitaus geringer als sinnlose Wasser-Verschwendung von billigen Osmoseanlagen mit einem Wirkungsgrad 1:4
Um 1000 Liter Osmosewasser zu erhalten zahlen Sie im besten Fall bei einem Osmoseverhältnis von 1 : 4 für 1000 Liter Wassergewinnung für 5000 (!) Liter Wasser, wovon 4000 Liter gleich als Abwasser wieder in den Abfluss gehen.
Es kostet hier gleich doppelt, denn Zuwasser und Abwasser werden gesondert berechnet.
Was der Kubikmeter Sie an Zu und Ab Wasser kostet brauchen wir hier nicht extra anführen, denn rechnen können Sie selbst.

Ist die Osmose-Membrane älter und nicht mehr ganz in Ordnung, so kann durchaus auch ein Verhältnis von bis zu 1:10 laut Kunden-Mitteilung gegeben sein.

Auch das Verhältnis 1:4 kann trügerisch sein wenn der benötigte Wasser-Druck für dieses Ergebnis zu gering ist.
Hier sollte dann ein Druckverstärker zum Einsatz kommen.
Vollentsalzer arbeiten nahezu drucklos und bringen 60 Liter gutes Wasser in der Stunde.


Die Regenerierung der Vollentsalzer ist sehr günstig im Vergleich zu entstehenden Wasser-Kosten mit einer Osmose-Anlage.
Um 900 Liter vollentsalztes Wasser (Kati und Ani stark sauer, stark basisch mit 9000 HL) bei einem Eingangs-Wasser mit dH 10 zu erzeugen brauchen Sie 1,0 Liter technische Salzsäure und 160 g Ätznatron. (Natriumhydroxid)
Bei günstigem Preis der Regeneriermittel auf Ebay oder Amazon kostet Sie dies gerade einmal, je nach Bestell-Menge, 4,00-6,00 Euro pro Regenerierung für 900 Liter Wasser.
Zum spülen der Geräte nach Regenerierung fallen ca. 40-60 Liter Abwasser an.

Pro und Contra Vollentsalzer-Umkehrosmose ist ein großes Thema in der Aquaristik und die Umkehrosmoseanlage schneidet in vielen Meinungen besser ab.

Warum?

Vollentsalzung entfernt keine Pestizide wie die Osmose-Anlage ist eines der Hauptargumente.
Das Gegenargument, dass Trinkwasser gesetzlich vorgeschrieben keine Pesizide enthalten darf wird unter den Tisch gekehrt.

Dagegen ist allerdings an zu führen, dass der Keimdruck des Wassers wesentlich geringer bei tiefem pH Wert ist und dass mehr Fische an zu hohem Keimdruck infolge bakterieller Infektionen als an Pestiziden sinnlos sterben.

Lesen Sie in unserem Lexikon warum Vollentsalzer gesünderes Wasser für Flora und Fauna schaffen.

Osmoseanlagen sind leichter zu handhaben, müssen nicht regeneriert werden ist natürlich ein gewichtiges Argument welches den aquaristischen Nutzen in den Hintergrund rücken lässt.

Osmosewasser kann man mit CO2 Zugabe auch sauer mit pH gut unter 7 einstellen ist auch eines der Argumente.
Die Realität da aber völlig anders aus.
Osmosewasser hat einen Ausgang von pH 7, bei Karbonat und Gesamt-Härte 0
Dieses Wasser sollte man auf jeden Fall auf eine Karbonat-Härte von 2 aufhärten.
Dies ergibt dann wenigstens einen pH von 7,2
Eine Karbonat-Härte von 2 dann mit CO2 Zugabe auf einen Toleranz-Bereich für Weichwasser-Fische zu drücken erfordert schon aquaristischen Mut.

Damit nicht genug vertreten die "Profis" dann noch die Ansicht das Wasser zusätzlich mit Torf, Eichenlaub und Erlen-Zapfen an zu säuern.
Einige vertreten sogar die Meinung, dass man Wasser gar nicht auf bereiten muss, raten zu Torf-Kanonen (die das Wasser sowenig besser machen wie Eichenlaub oder Erlen-Zapfen) oder sonstige Maßnahmen.
Bei Einsatz dieser Mittel erfolgt eine unkontrollierte, vor allem nicht beständige Veränderung der Wasserwerte.
Auch starke chemische Veränderungen des Wassers treten durch diese Mittel auf.

Warnung:
Die ganz harten Profis raten zur Senkung des pH-Wertes Salzsäure zu verwenden.
Wir haben ob dieser hirnrissigen Methode der pH-Senkung schon Diskus mit triefenden Schleimhäuten zu sehen bekommen.
Gibt man Salzsäure dem Wasser zu bilden sich daraus pH-Wert senkende H+-Ionen und Chlorid-Ionen.
Näher darauf ein zu gehen ist im Grunde müssig.
In unserem Einstellungs-Text "Ionenaustauscher zur Nitrat-Entfernung + Info" haben wir die Auswirkungen bezüglich des Chlorid ausführlich beschrieben.

Vollentsalzer haben einen weiteren wesentlichen Vorteil gegenüber Osmose-Anlagen.

Mit Vollentsalzern ist der indirekte Wasserwechsel im Aquarien-Kreislauf möglich.
Besonders Halter von großen (aber auch kleinen) Aquarien ziehen den indirekten Wasserwechsel vor weil damit aufwendiger Wasserwechsel überfüssig wird.
Leitungswasser wird hierzu nicht gebraucht da der Durchlauf des Aquarium-Wassers durch den Vollentsalzer reines Wasser schafft.
Hier werden alle Inhaltsstoffe des Wasser minimiert, auch Nitrat, Phosphat, Chlorid und so weiter.

Ein kurzes Beispiel aus unserer ausführlichen Bedienungsanleitung zum indirekten Wasserwechsel:
Wenn Sie sich einen Vollentsalzer an schaffen haben Sie die Möglichkeit das Leitungswasser über den Vollentsalzer in einem Behälter auf zu fangen und das Wasser in dem Aquarium solange damit zu versetzen bis der Wunschwert erreicht ist.
Einfacher ist es den Vollentsalzer in den Aquarium-Kreislauf mittels Auslauf des Außenfilters oder mit einer Pumpe ein zu binden und das Aquarium-Wasser gegen reines Wasser zu tauschen.
Angenommen Sie haben eine Karbonat-Härte von 8, mit entsprechend hohem pH-Wert im Becken. Möglicherweise auch noch mit hohem Nitrat und Phosphat Gehalt und einer hohen Gesamthärte.
Alle Wasserwerte werden bei einmaligem Durchlauf des Wasser-Inhaltes durch den Vollentsalzer im Aquarium um die Hälfte reduziert.
Diese Hälfte, mit Kati und Ani stark sauer, schwach basisch, bei einem weiteren Durchlauf wiederum um die Hälfte.
(Stark sauer, stark basisch bringt den gleichen Effekt, allerdings ist der pH-Wert hier höher, ähnlich dem von Osmose-Wasser.)
Von Karbonat-Härte 8 kommen Sie so bei zweimaligem Durchlauf des Aquaium-Wassers auf ene ideale Karbonat-Härte für Weichwasser-Fische von 2 und auf einen pH-Wert von 6,2
Gesamt-Härte wird um den Teil reduziert wie Karbonat-Härte gesenkt wurde.

Der nächste indirekte Wasserwechsel ist genauso einfach.
Dazu wird lediglich die Karbonat-Härte von 2 mit unserem KH Plus Pulver auf 4 erhöht und wieder auf 2 herunter gefahren.
Die Gesamt-Härte wird mit unserem GH Plus Pulver individuell ebenfalls wunschgemäß an gepasst.
Allgemeine Stimmen der Verunsicherung raten dringend von diesem Verfahren ab, (empfehlen möglicherweise dafür Salzsäure) weil in der stark sauren, schwach basischen Variante der Vollentsalzer sehr viel CO2 frei gesetzt wird und in das Aquarium gelangt.
Das ist natürlich richtig, in unserer Bedienungsanleitung auch genau erklärt.
Je höher die Karbonat-Härte, umso mehr CO2 wird aktiviert und desto langsamer muss der indirekte Wasserwechsel vollzogen werden.
Je nach der Größe des Aquariums Kati ud Ani einige Zeit laufen lassen und abschalten bis sich das CO2 wieder verflüchtigt hat, also die Werte in Etappen langsam auf den Wunschwert senken.

Die Ersteinstellung der Wasserwerte ist ein über Stunden (je nach Aquarium Größe) gehender Prozess bei dem sich die Fische auch mühelos an die langsame Senkung gewöhnen können.

Bei den stark sauren, stark basischen Harzen wird kaum CO2 aktiviert, aber auch hier sollte in Etappen gesenkt werden damit sich die Fische langsam an die neuen Bedingungen an passen können.

In Meerwasser Aquarien ist der indirekte Wasserwechsel leider nicht möglich.

Ein weiterer Vorteil der Vollentsalzung ist, das die eingestellten Wasserwerte nahezu konstant bleiben und man bei einer Karbonat-Härte von 2, mit einem pH von 6,2 auch ausreichend freies CO2 im Wasser hat.

Da Fische und aerobe Mikroorganismen ständig  CO2 (Pflanzen durch Zellatmung) ab geben, ist bei diesem pH Wert auch ständig pflanzenverfügbares CO2 im Wasser, welches nicht wie bei pH Werten über 7 an die Karbonate gebunden ist.
Nur am Rande sei noch einmal hier erwähnt, dass die Verfügbarkeit von Nährstoffen für tropische Wasser-Pflanzen optimal im pH-Bereich von 6.0-6,5 gegeben ist.

Einfacher, schneller und günstiger kann man kein Fisch und Pflanzen gerechtes Wasser herstellen.
Entscheiden Sie für sich selbst die beste Methode der Wasseraufbereitung die für funktionierende Aquarien, gesunde Fische und Pflanzen mit artgerechter Haltung eines der wichtigsten Kriterien ist.

Noch ein wichtiger Hinweis für den eventuellen Kauf eines Vollentsalzers:
Wählen Sie die Geräte nicht zu klein, denn mit Mini erhalten Sie auch nur minimale Ergebnisse.
Je mehr Kapazität die Geräte haben, desto seltener müssen Sie diese auch regenerieren.

Um den Kauf eines Vollentsalzers nicht zu einer Preis-Frage zu machen bieten wir günstige, sich inzwischen sehr gut bewährte Geräte mit großer Kapazität an.

Diesen Bericht schrieben wir nicht um Osmose-Anlagen zu verteufeln und Vollentsalzer zu verkaufen, sondern im Interesse der richtigen Aufklärung für die Aquaristik.

Wir begegnen unsinnigen Argumenten bezüglich der Wasseraufbereitung auch rein wissenschaftlich mit Studien und Dissertationen zu diesem Thema.
Diese belegen überzeugend, dass indirekter Wasserwechsel völlig unbedenklich für die Harze und das Wasser ist, sowie dass keine angeblichen organischen oder anorganischen Rückstände im Aquarienwasser verbleiben können oder in dieses eingebracht werden.

Vorab zwei E- Mail Ausführungen von Fachleuten dazu unten:

"Guten Abend, 
vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Meine Frage welcher Ionentauscher vorzuziehen ist bezog sich allerdings nicht auf das Volumen, da ist der Unterschied von 0,75 Litern zu 1,0 Litern ja gar nicht so groß.
Und der kleinere kostet ja sogar mehr als der größere. Meine Frage bezog sich auf die wohl unterschiedliche Bauart.
Ich wundere mich eben das der kleinere nicht aufschraubbare teurer ist als der größere, den man zur Regeneration aufschrauben kann.
Wo ist der Haken bei dem größeren außer dem unterschiedlichen Design?
Auf den ersten Blick hat er nur Vorteile.

(Anmerkung von uns: Die Frage bezog sich auf die preislich höhere, nicht aufschraubbare Plexiglas-Säule, die wir damals auch noch an boten.)

(Da wir die professionellen Vollentsalzer bis auf die Gehäuse selbst her stellen können wir diese natürlich auch wesentlich günstiger an bieten.)

Mischbett kommt für mich nicht in Frage, ich bin Galvaniseur und hab daher auch beruflich viel mit Ionentauschern zu tun. Daher habe ich auch unbegrenzten Zugang zu HCl und NaOH. Übrigens kann ich nur bestätigen das es absolut lächerlich ist wenn behauptet, Aquariumwasser könnte in irgendeiner Weise dem Harz schaden. Wenn ich mir überlege das wir tagtäglich über 10000 Liter hochbelastetes Abwasser durch unsere Anlage jagen und zwar nonstop
In dem Wasser befinden sich Mehrwertige Ionen aller Art, Zink, Nickel, Chrom, Eisen und allerhand mehr. Und es sind die gleichen Harze die unter diesen Bedingungen seit Jahren arbeiten."
Mit freundlichen Grüßen aus Schwäbisch Hall

"Sehr geehrte Frau,
habe soeben wieder einmal Ihre Homepage besucht und erstaunliches lesen müssen.
Ich habe viele Jahre in einem Kraftwerk gearbeitet. Als Wasseraufbereitungsanlagen benutzten wir Ionenaustauscher (Kati & Ani). Diese Anlagen mussten sehr viel Wasser aufbereiten (tägl. etwa 10 000 Liter). Die Austauscherharze haben nie Schaden genommen.
Austauscherharze können nur Schaden nehmen, bei Havarien oder unsachgemäßer Behandlung. Selbst ein Überfahren der Anlage ist wieder in den Griff zu bekommen.
Ergo: Harze sind nicht "kaputt zu kriegen."
Mit freundlichen Grüßen u. alles Gute im neuen Jahr
J. Kn

Diese E-Mails im Original vorliegend bekamen wir auf Grund der Behauptung im Internet, dass die Harze durch indirekten Wasserwechsel Schaden nehmen würden.

Auch H. J. Krause, mit dem wir in vielen Dingen nicht konform gehen, berichtete in seinen Aquarienhandbuch, dass die Harze im indirekten Wasserwechsel schaden nehmen würden.

Dies ist natürlich nicht der Fall, denn nahezu alle unserer Kunden machen seit Jahren nur noch indirekten Wasserwechsel und sind erfolgreiche Aquarianer oder Züchter.
Krause bezog sich hier auf das sogenannte organic fouling der Anionen-Harze, einer Verunreinigung der Harze durch organische Verbindungen mit Huminstoffen, usw.

Hiervon sind lediglich die stark basischen Harze betroffen dem Bayer mit der Entwicklung der schwach basischen Anionen-Harze entgegen wirkte.
Aber selbst Kunden mit stark basischen Harzen haben Ihre Vollentsalzer schon seit Jahren im Einsatz ohne dass merklich Kapazität ein gebüsst wurde.

Organic fouling tritt auch bei Osmose-Anlagen in weitaus stärkerem Maß auf, sowie sicher das biogenic fouling, einer Ansammlung von Bakterien auf der Membrane.
Welche billige Osmose-Anlage besitzt die sehr teuere, davor schützende Silber-Membrane?
Bei Vollentsalzern werden diese Bakterien Ansammlungen durch die Regenerierung entfernt, bzw., schon durch das stark saure Wasser des Kationen-Austauschers mit pH-Wert +-3 
verhindert.
Vollentsalzer sind auf jeden Fall die keimfreiere Variante, da nur sehr wenige Bakterien bei einen derart tiefen pH-Wert überleben können.

Wir testeten auch schon verschiedene Osmose-Anlagen und kamen davon schnell wieder ab nachdem wir die Verkeimung dieser, ganz besonders extrem, in dem Wasser mit Vorrats-Speicher feststellten.
Dieses Wasser war ungeniesbar für Mensch und Tier.

Es gibt durchaus auch gute Osmose-Anlagen die Verkeimung durch spezielle Membranen verhindern, doch diese bekommt man nicht für 69,95 Euro und auch nicht für unwesentlich mehr.

Der Preis rechtfertigt nicht alles, besonders wenn der Nutzen dann seinen eigenen Preis fordert.
Wir boten früher auch günstige Osmose-Anlagen an.
Die Nachfrage war sogar groß, da wir diese mit Silikat-Filter-Patrone günstig an boten.
Als wir dahinter kamen was diese bewirken können nahmen wir diese aus dem Programm.
Kunden die Membrane und Filter nach 6-12 Monaten neu kaufen wollten rieten wir zur Entsorgung, was unseres Wissens auch immer, auf Grund der Argumente und Kosten um gesetzt wurde.

Lesen Sie die Beurteilung des Labors Ehrlich dazu.

Dann zum Wohl auf diese, die anpreisen, dass man Osmose-Wasser aus billigsten Anlagen bedenkenlos trinken kann. 


 

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